Nach umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten präsentiert sich das SCHULTENHAUS heute als Stätte der Gastlichkeit.
Ein frisches Konzept, harmonische Architektur, pfiffige Ideen
und ein Team, das mit Spaß und Esprit bei der Sache ist.
Familie Bilsing mit Silvia und Christian Kaufmann freuen sich darauf, Sie als Gäste mit Köstlichkeiten der regionalen, nationalen und internationalen Küche verwöhnen zu dürfen.
Kulinarisches am Dom für jeden Gast eine Freude!
Das SCHULTENHAUS ist mit architektonischem Feingefühl saniert worden, Teile des Hauses sind denkmalgeschützt. Stilvoll und edel präsentiert sich das Interieur.
Ein Haus mit vielen Facetten. Je nach Anlass oder Stimmung
bieten vier Restaurantbereiche das passende Ambiente:
Hier im „Schultenhaus“ befinden Sie sich an einem geschichtsträchtigen Ort, mitten im historischen Stadtzentrum von Attendorn: Das Grundstück grenzt auf der einen Seite an eine der mittelalterlichen Hauptstraßen der Stadt und liegt auf der anderen Seite unmittelbar am Kirchplatz, dem traditionellen Mittelpunkt des städtischen Lebens. Doch darüber und über die frühere Geschichte dieses Geländes ist leider nichts bekannt, da die mittelalterlichen Dokumente der Stadt beim großen Brand von 1783 vollständig vernichtet wurden.
Bekannt ist aber, dass an dieser Stelle das Haus des Eberhard Schotte stand, so hieß der Besitzer vor mehr als 225 Jahren. Über dessen Tochter gelangte das Gebäude 1783 in den Besitz ihres Ehemanns Franz Wilhelm Berg. Da das Haus bei dem Brand vollständig zerstört wurde, beantragte dieser im Januar 1784 beim Stadtrat die Genehmigung zum Wiederaufbau des Hauses; das nötige Bauholz hätte er bereits anfahren lassen. Dem Antrag wurde entsprochen.
Allerdings kam es bald darauf mit dem Nachbarn Christoph Greve zu einem handfesten Streit, da Berg im Zuge des Wiederaufbaus seines Hauses den gemeinsamen Brunnen überbaut hatte. Um sein Wasserrecht zu sichern, hatte Nachbar Greve daraufhin eigenmächtig die Hauswand des Hauses Berg eingerissen. Eine kurfürstliche Kommission untersuchte den Fall und verurteilte Greve dazu, die zerstörte Mauer auf seine Kosten wieder aufbauen zu lassen.
1840 gab es erneut Streit um diesen Brunnen, dieses Mal zwischen der Stadt und den Bewohnern der Höllengasse, dem Verbindungsweg zwischen Ennester Straße und Kirchplatz. Die Stadt hatte bei der am Kirchplatz gelegenen Schule (heute: Bücherei) neue Toiletten anlegen lassen. Im Laufe ihrer Nutzung stellte sich heraus, dass ein Teil des Abwassers den besagten Brunnen verunreinigte. Nach langwierigen Verhandlungen sagte die Stadt zu, den Bewohnern der Gasse einen neuen Brunnen anzulegen; gleichzeitig wurde aber verlangt, dass der bisher genutzte Brunnen innerhalb von acht Stunden zuzuschütten sei.
Der damalige Besitzer des „Schultenhauses“, Schneidermeister Friedrich Berg, scheint ein unangenehmer Zeitgenosse gewesen zu sein, der auch ständig die Obrigkeit herausforderte. So wurde er 1842 gleich zweimal bestraft: Einmal, weil er mit einer Karre Holz über den Kirchplatz gefahren war, das zweite Mal, weil er seine Hühner frei herumlaufen ließ. Berg starb 1845 und hinterließ das Gebäude seiner Witwe, die das Haus ihrer Tochter Theresia vermachte. Damit kam es in den Besitz der Familie Beul. Eine Tochter des Hauses Beul heiratete den Briefträger von Attendorn. Dieser war kein Geringerer als der spätere Attendorner Heimatdichter Johannes Schulte, zu dessen Ehren das heutige „Schultenhaus“ seinen Namen trägt.